Atmen, das wirklich beruhigt
Geschrieben von Renato Götschmann · Zuletzt aktualisiert
Nicht tief, sondern langsam
«Atme tief durch» ist gut gemeint, kann bei Panik aber das Gegenteil bewirken. Wer schnell und tief atmet, atmet zu viel Kohlendioxid ab – das kann Schwindel und Kribbeln verstärken.
Hilfreicher ist langsames Atmen mit einer längeren Ausatmung. Die Ausatmung aktiviert den beruhigenden Teil deines Nervensystems.
So geht's
Atme durch die Nase etwa vier Sekunden ein, ohne die Lunge vollzupumpen. Atme dann etwa sechs Sekunden ruhig durch den Mund aus, als würdest du durch einen Strohhalm pusten. Wiederhole das für ein bis zwei Minuten.
Übe diese Atmung auch, wenn es dir gut geht. Dann ist sie im Ernstfall vertraut und leichter abrufbar.
Was sie kann und was nicht
Atmung kann helfen, eine Panikattacke abzuschwächen und dich zu erden. Sie ist aber kein Schalter, der die Angst ausknipst. Wenn es nicht sofort wirkt, heisst das nicht, dass du etwas falsch machst.
Das Wichtigste
- Langsam atmen statt tief und schnell.
- Die Ausatmung länger als die Einatmung.
- Regelmässig üben, dann hilft es im Ernstfall besser.
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