Was im Körper bei einer Panikattacke passiert6 Min. Lesezeit

Herzrasen und Atemnot verstehen

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Schnelles Atmen senkt den CO₂-Gehalt im Blut und kann Symptome verstärken.

Warum dein Herz rast

Bei Alarm pumpt dein Herz schneller und kräftiger, um die Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Du spürst das als Rasen, Hämmern oder Stolpern. Das ist beängstigend, aber es ist genau das, wofür dein Herz gebaut ist: Es kann auch beim Sport lange Zeit schnell schlagen.

Oft fällt das Herzklopfen bei Angst nur deshalb so auf, weil du deine Aufmerksamkeit darauf richtest. Beim Joggen würdest du den gleichen Puls kaum beachten.

Das Paradox der Atemnot

Viele Menschen fühlen sich bei Panik, als bekämen sie keine Luft. In Wahrheit atmen sie meist zu viel: schneller und tiefer als nötig. Man nennt das Hyperventilation.

Dabei wird zu viel Kohlendioxid (CO₂) abgeatmet. Der CO₂-Gehalt im Blut sinkt, und das hat spürbare Folgen: Die Blutgefässe im Gehirn verengen sich leicht, was Schwindel und Benommenheit auslösen kann. Ausserdem wird das Blut etwas basischer, wodurch weniger freies Kalzium verfügbar ist. Das kann Kribbeln in Händen, Füssen und um den Mund und manchmal verkrampfte Hände auslösen.

Das Gefühl «Ich bekomme keine Luft» entsteht also oft nicht durch zu wenig, sondern durch zu viel Atmen. Deshalb hilft es, langsamer zu atmen und die Ausatmung zu verlängern – nicht, noch mehr Luft zu holen.

Druck auf der Brust

Ein Engegefühl in der Brust kommt bei Angst häufig von angespannten Muskeln zwischen den Rippen und von der hastigen Brustatmung. Trotzdem darf man Brustschmerzen nie einfach der Angst zuschreiben, ohne dass sie einmal ärztlich abgeklärt wurden.

Das Wichtigste

  • Herzrasen ist die normale Folge des Alarms.
  • Atemnot bei Panik entsteht oft durch zu viel, nicht zu wenig Atmen.
  • Langsam ausatmen statt mehr Luft holen.

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