Schwindel, Zittern und Kribbeln
Geschrieben von Renato Götschmann · Zuletzt aktualisiert
Warum dir schwindlig wird
Schwindel bei Angst entsteht meist durch die veränderte Atmung und die Anspannung. Er fühlt sich oft wie Benommenheit, Leere im Kopf oder Schwanken an, nicht wie echtes Drehen. Viele befürchten, gleich umzufallen – tatsächlich kommt es bei Panik nur selten zu einer Ohnmacht.
Zittern und weiche Knie
Adrenalin und die angespannten Muskeln lassen Hände und Beine zittern. Die Knie fühlen sich weich an, als würden sie nachgeben. Auch das ist eine Folge der Kampf-oder-Flucht-Reaktion: Die Muskeln stehen unter Spannung und warten auf einen Einsatz, der nicht kommt.
Kribbeln und Taubheit
Kribbeln in Fingern, Füssen oder um den Mund hängt häufig mit der schnellen Atmung zusammen. Es ist unangenehm und kann Angst machen, klingt aber meist ab, wenn sich die Atmung beruhigt.
Die Empfindungen können einen Kreislauf bilden: Du spürst das Kribbeln, erschrickst, beobachtest deinen Körper noch genauer – und spürst es noch stärker. Das heisst nicht, dass du dir etwas einbildest. Es heisst, dass Aufmerksamkeit wie ein Verstärker wirkt.
Was helfen kann
Setz dich wenn möglich hin oder lehne dich an etwas Festes. Spür deine Füsse am Boden und atme langsam aus. Richte deinen Blick bewusst auf die Umgebung statt auf deinen Körper.
Das Wichtigste
- Schwindel und Kribbeln hängen oft mit der Atmung zusammen.
- Zittern kommt von Adrenalin und Muskelspannung.
- Aufmerksamkeit wirkt wie ein Verstärker für Körpersignale.
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