Wenn sich alles unwirklich anfühlt
Geschrieben von Renato Götschmann · Zuletzt aktualisiert
Wie hinter einer Glasscheibe
Manche Menschen erleben während einer Panikattacke, dass ihre Umgebung fremd, flach oder wie im Film wirkt. Das nennt man Derealisation. Andere fühlen sich von sich selbst entfernt, als würden sie sich von aussen beobachten. Das nennt man Depersonalisation.
Diese Erfahrungen gehören zu den beängstigendsten Symptomen, weil sie so ungewohnt sind. Viele denken: «Jetzt werde ich verrückt.»
Was dahinter steckt
Man geht davon aus, dass das Gehirn bei sehr starkem Alarm die Wahrnehmung dämpft – eine Art Schutzschalter bei Überlastung. Das Gefühl ist unangenehm, aber es ist kein Zeichen dafür, dass du den Verstand verlierst. Es klingt ab, wenn der Alarm nachlässt.
Zurückkommen
Hilfreich ist alles, was dich mit dem Hier und Jetzt verbindet: beide Füsse fest auf den Boden drücken, etwas Kühles in die Hand nehmen, laut benennen, was du siehst, oder mit jemandem sprechen. Gegen das Gefühl ankämpfen verstärkt es oft – lass es da sein und richte deine Aufmerksamkeit nach aussen.
Das Wichtigste
- Unwirklichkeitsgefühle können bei starker Angst auftreten.
- Sie sind beängstigend, aber kein Zeichen von Verrücktwerden.
- Orientierung nach aussen hilft beim Zurückkommen.
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Weit bietet Information und Selbsthilfe und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.