Verstehen Mythen über Angst Mythen über Panikattacken Mythen über Angst 4 Min. LesezeitMythen über Panikattacken Geschrieben von Renato Götschmann · Zuletzt aktualisiert 30. September 2026
Während einer Panikattacke glaubt man oft Dinge, die sich absolut wahr anfühlen. Viele davon halten einem genaueren Blick nicht stand. Tippe auf eine Karte, um den Fakt zu sehen.
Viele Ängste beruhen auf Annahmen, die nicht stimmen. Mythos Bei einer Panikattacke kann ich ohnmächtig werden. Fakt: Ohnmacht ist bei Panik selten. Bei Angst steigt der Blutdruck eher an, während Ohnmacht meist mit einem Blutdruckabfall zusammenhängt. Eine Ausnahme ist die Angst vor Blut oder Spritzen, bei der Ohnmacht häufiger vorkommt. Mythos Eine Panikattacke kann einen Herzinfarkt auslösen. Fakt: Herzrasen bei Panik ist unangenehm, aber für ein gesundes Herz in der Regel nicht gefährlich. Weil sich die Symptome ähneln können, gilt trotzdem: Neue oder starke Brustschmerzen immer sofort ärztlich abklären lassen. Wenn du eine bekannte Herzerkrankung hast, besprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, woran du einen Notfall erkennst. Mythos Ich werde verrückt oder verliere die Kontrolle. Fakt: Das Gefühl, verrückt zu werden, gehört zu den häufigsten Gedanken bei Panik. Eine Panikattacke führt aber nicht zum Verlust des Verstands. Menschen handeln während einer Attacke fast immer weiterhin kontrolliert. Mythos Die Panik hört nie auf. Fakt: Eine Panikattacke erreicht meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und flacht dann wieder ab. Dein Körper kann den Alarmzustand nicht unbegrenzt aufrechterhalten. Mythos Tief durchatmen hilft immer. Fakt: Schnelles, tiefes Atmen kann Schwindel und Kribbeln verstärken. Hilfreicher ist langsames Atmen mit längerer Ausatmung.
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Abklärung. Bei neuen, starken oder ungewohnten Beschwerden wähle den Notruf oder suche ärztliche Hilfe.
Das Wichtigste Ohnmacht ist bei Panik selten. Panik geht vorbei, meist nach wenigen Minuten. Neue Brustschmerzen trotzdem immer abklären lassen. Zurück zur KategorieWeit bietet Information und Selbsthilfe und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.