Wie eine Panikattacke abläuft
Geschrieben von Renato Götschmann · Zuletzt aktualisiert
Eine Welle, kein Abgrund
Eine Panikattacke fühlt sich an, als würde sie immer weiter steigen und nie aufhören. In Wirklichkeit verläuft sie wie eine Welle: Sie baut sich auf, erreicht meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und flacht dann wieder ab. Danach bleibt oft Erschöpfung zurück.
Dein Körper kann den vollen Alarmzustand nicht unbegrenzt aufrechterhalten. Das Adrenalin wird abgebaut, die Bremse greift wieder.
Was während der Welle passiert
Häufige Symptome sind Herzrasen oder Herzklopfen, Atemnot oder das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, Schwindel, Zittern, Schwitzen, Hitze- oder Kältewellen, Übelkeit, Druck auf der Brust, Kribbeln in Händen oder Gesicht und das Gefühl, alles sei unwirklich. Dazu kommen oft starke Gedanken wie «Ich sterbe», «Ich kippe um» oder «Ich werde verrückt».
Nicht jeder hat alle Symptome, und sie können von Attacke zu Attacke unterschiedlich sein.
Warum Kämpfen die Welle verlängert
Wer gegen die Panik ankämpft, erzeugt oft zusätzlichen Alarm. Hilfreicher ist es, die Welle bewusst mitzugehen: langsam ausatmen, dich orientieren und dir sagen: «Das ist eine Welle. Sie geht vorbei.»
Das Wichtigste
- Panik verläuft wie eine Welle.
- Der Höhepunkt kommt meist nach wenigen Minuten.
- Mitgehen statt Ankämpfen hilft vielen, die Welle besser auszuhalten.
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